img-20161119-wa0020Neulich hatten wir Teamtreffen in Nürnberg, und weil es am Samstag so derbe geregnet hat, war an Biken nicht zu denken. Also gingen wir Bouldern, das ist Klettern ohne Seilsicherung, bis zu einer Höhe von 4 Metern (der ganze Hallenboden ist weich ausgepolstert). Ziemlich chnell waren wir uns einig: Was ist das für ein lustiger, spannender, genialer Sport!

Der Begriff „Bouldern“ basiert auf dem englischen Wort „Boulder“ für Felsblock. Der Ursprung dieses Sports liegt nämlich im Outdoor-Bereich, als vor so einigen Jahren ein paar Geländeport-Fans einfach an großen Felsklötzen herumkletterten. Im Herunterplumpsbereich wurden Matratzen (Heute: Crashpads) platziert, um im Fall des Fallens nicht so hart aufzuschlagen. Wobei große Fallhöhen dank der Dimension der Felsen sowieso nicht erreicht wurden.

Diese Art zu Klettern lässt sich problemlos in Hallen umsetzen. Dort sind Wände in verschiedenen Neigungswinkeln, von senkrecht bis 90° Überhang, mit rutschfester Oberfläche aufgestellt, und mit Klettergriffen in allen Formen und Größen bestückt. Unterschiedliche Farben stehen für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Routen. Man benutzt immer nur die Griffe einer Farbe und Schwierigkeit. (Sonst fehlt der Witz.) Vor dem drauflos Klettern unbedingt ein bissl aufwärmen, und zwischendrin auch mal Pause machen, Boulderhallen haben meist ein Cafe dabei wo man sich ausruhen und stärken kann.

Bouldern erfordert eine gute Technik, eine Menge Einfallsreichtum, Kraft natürlich sowie Beweglichkeit. Es macht saumäßig Spaß, herum zu probieren wie eine Route am besten zu klettern ist. Wohin die Hände, wo die Füße? Sich aus den Beinen hochzuschieben, sich seitlich abstützen, ein Rausrotieren verhindern, hochziehen, die Hüfte einbeziehen, nachdenken, auch um die Ecke. Füße sortieren. Probleme lösen. Da arbeitet nicht nur die Muskulatur, auch die Hirnhälften müssen eng vernetzt auf Touren kommen, sonst klappt alles nur so lala. Und wenn‘s mal nicht so hinhaut und man den Halt doch verliert, plumpst man eben in die weichen Matten am Boden. Dann nochmal versuchen. Bis das Problem bewältigt ist.

Und was passiert, wenn Hirn und Muskeln gemeinsam beschäftigt sind, in spannender Betätigung? Ja: Man erlebt Flow! Voll und ganz. Und zack sind locker 3 Stunden vorbei, der Muskelkater des Todes wartet auf neugierige Einsteiger, und die Boulder-Sucht hat einen befallen.

Unser Urteil:

Bouldern als ergänzende Sportart zum Biken können wir wärmstens empfehlen.

Eine recht umfassende Website zum Thema ist http://www.boulder-world.de/

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