Die wilde Jagd geht weiter!

Nachdem das Projekt Titelverteidigung  bei der Singletrail Schnitzeljagd in Sölden (Bericht hier) für uns (Franzi & Tobi) perfekt aufging, fieberten wir schon dem Teil 2 der kulinarischen Trailschmankerl entgegen, der Hörnli Trailjagd in Arosa.
Zum ersten Mal sollte das einmalige Konzept von Karen Eller & Holger Meyer auch in der Schweiz Biker glücklich und satt machen.

Der Vorabend

Dass uns hauptsächlich hochalpines Gelände erwarten würde konnten wir uns schon denken als wir uns über zahlreiche Serpentinen schlängelnd Arosa näherten. Leider kann es auf rund 1800m Höhe bei Regen doch recht frisch werden, wie wir eng zusammengekuschelt beim spontanen Grillen unterm Vordach auf dem Campingplatz feststellten. Jedoch das Wiedersehen der anderen Trailjägern und der begeisterte Austausch über vergangene Abenteuer oder das neuste Upgrade an den Bikes lies die Vorfreude und unseren Optimismus auf einen sonnigen Biketag ins unermessliche steigen.

Die Jagd

Der Start am Weisshorn Gipfel

Gar nicht so einfach anhand der Panorama Bikemap die schnellste Route mit den schönsten Trails zu finden!

Am nächsten Morgen hatte es immerhin aufgehört zu regnen, trotzdem statteten wir uns vorsichtshalber mit Regen- und Daunenjacke aus und holten unsere Startnummern an Weisshornbahn ab, um rund 1000m weiter oben unsere Karte und den Stempelpass zu erhalten. Hier oben herrschte noch dichter Nebel und ich war um jede Jacke die ich dabei hatte froh!

Jedes Team hofft auf unendlichen Trails die sie möglichst direkt zu den Checkpoints und Stationen leiten.

Da wir zum ersten Mal in Arosa waren, wählten wir unserer Route nur an Hand des Kartenmaterials ohne zu wissen was uns dort erwarten würde.

Und schon ging es im großen Pulk los auf die Trails von Arosa!

 

 

Holger Meyer eröffnet die Jagd

Nur ein kurzes Stück ging es auf losem Schotter gen Tal, bevor auf einen super verspielten, alpinen Naturtrail abbogen der mir sofort ein lächeln auf die Lippen zauberte und sogar ein Jauchzen entlockte. Ich liebe diese Art von Trails! -Dabei sah ich noch nicht mal in was für einer atemberaubenden Kulisse ich unterwegs war, wie ich am Tag darauf feststelllte!

Ist doch kinderleicht!

Nur das letzte Stück zur Scott-Station mussten wir noch kurz auf dem Schotterweg zurücklegen.  Die Aufgabe die uns hier erwartete war kinderleicht: auf einem Kinderrad musste ein kleiner Trailparcours absolviert werden, welchen Tobi mit Bravour meisterte, schließlich hatte er dies ja bereits in Sölden geübt.

 

Kulinarisch bestens versorgt!

An den darauffolgenden Stationen wurde sichergestellt, dass trotz der schweizer Preise auch wirklich niemand Hunger leiden musste. An der Berghütte Alpenblick wartete das Team von Continental auf uns und jeder von uns musste eine Tüte Gummibärchen mit Stäbchen, ähh…Reifenhebern, essen. Das ließen wir uns nicht zwei Mal sagen und zur Sicherheit wanderte auch noch ein Tütchen in den Bikerucksack.

Anschließend stiegen wir in den Hörnli-Express um uns am Gipfel an der Hörnli Hütte noch schnell unseren zweiten Stempel und unser zweites Frühstück abzuholen. Denn unsere Aufgabe bestand darin ein Gipferli mit einem Leatherman aufzuschneiden, mit einem guten Stück Schweizer Bergkäs zu belegen und anschließend partnerschaftlich zu vertilgen.

Urdenbahn

Wer die Urdenbahn verpasst hat muss eine Stunde warten oder aus eigener Muskelkraft zum Urden Fürrgli rauftreten

Manche Teams konnten dieses Frühstück jedoch nicht so recht genießen, da sie unbedingt noch die Urdenbahn erreichen wollten, die nur im Einstundentakt fuhr!

In nur 4 Minuten brachte uns die Urdenbahn zum Urden Fürggli und von da an ging es steil bergauf zum Checkpunkt am Gredigs Fürggli. Mannomann, war die Luft hier oben dünn und der Anstieg anstrengend….

 

Am Checkpunkt angekommen begannen wir einen fatalen Fehler wie uns später mitgeteilt wurde. Anstatt über den Lieblingstrail von Holger Meyer am Älplisee vorbei nach Arosa abzufahren kehrten wir um und fuhren vorbei am Urdensee auch auf Trails bergab Richtung Löser, dem zweiten Checkpunkt.

Von nun an ging es rund 300 hm am Stück bergauf zur Ochsenalp, um bei den Jungs von Endura unsere Bike-Skills à la Danny MacAskill unter Beweis zu stellen.

Auf der unermüdlichen Suche nach Trails entschieden wir uns für den deutlich langsameren und mit mehr Höhenmeter versehenen Weg. Leider fiel auch die Ausbeute an Trails eher mager aus und wir mussten die letzten Meter Richtung Ziel auf Astphalt zurück legen. Trotzdem reichte es für uns für den 3. Platz in der Mixed-Kategorie und den verpassten Älpliseetrail holten wir einfach direkt nach der Zieldurchfahrt noch nach!

Ein weiteres tolles Bike-Event, bei dem der Spaß am Biken und das Miteinander beim abendlichen Hörnli (Nudeln) Essen im Mittelpunkt stehen und man dabei die schönsten Trails der Gegend kennenlernt.

 

P.S. Nachdem wir das vergünstigte Biketicket am Sonntag noch ausgenutzt und das phänomenale Panorama genossen hatten, stand Arosa für die kommende Urlaubsplanung ganz oben auf unserere Liste!

Fotos: Christoph Bayer

 

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