Es hört sich für manche völlig unverständlich und gleichzeitig total verständlich an. Ich war 4 Monate nicht Mountainbiken. Ja genau 4 Monate – kein Bike, kein MTB Trail, keine Kilometer auf Stollen, keine Lycrawürstel oder Bikeshort. Über diese Tatsache bin ich auf der einen Seite fast erschrocken, auf der anderen Seite gar nicht. Ich hatte seit dem letzten Rennen ein Defekt an der Bremse und der ist bis dato nicht behoben und auf Spinning hab ich einfach keine Nerven.

Ihr fragt euch, wieso? Oder wie ich das aushalte? Oder was ich so mache?

Ich gehöre zu den Menschen, die alles mögliche machen und dabei eine Menge Spaß haben. Durch die Nähe zu den bayerischen (Vor-)Alpen gibt es einen riesigen Spielplatz in der Natur für mich. Im Herbst fühle ich mich müde vom Biken. Ich bin so hungrig auf eine andere Art von Sport, Bewegung und Erlebnis, von draußen sein und Abenteuer zu erleben.

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Als erstes habe ich meine Trailsessions aus dem Sattel in die Laufschuhe gelegt. Der Herbst ist eine der faszinierendsten Jahreszeiten für mich: Alles wird gold-bordeaux, wenige Menschen „verirren“ sich noch in die Berge und die Natur erscheint in kräftigen Farben, bevor der Winter kommt und vieles unter dem Schneekleid verdeckt.

 

 
Die Abende werden immer kürzer, die Sonne ist tagsüber noch stark wärmend. Oft gibt es ein Naturschauspiel bei Sonnenuntergängen – und so IMG_2877erlebte auch ich den ein oder anderen Sonnenuntergang am Berg.

Das erste Schneekleid gab es bereits Mitte November, sodass hier die ersten Touren im Schnee möglich waren. Der Winter hielt dann erstmal wieder seine Pause ein und es stellte sich ein zweiter Herbst ein. Für mich war es egal, welche Temperaturen gerade herrschten, da ich sowieso nicht aufs Rad hätte steigen wollen – so durchstreifte ich mit Ruhe, Freunden, Freude und guter Brotzeit die Gipfel. Ja und irgendwann kam dann der Schnee und ich wechselte von Trail/Wanderschuhen in Tourenstiefel.

 

 

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Skitour ist für mich oftmals einfach nur „entspannend anstrengend“– ich habe in dieser Sportart keinerlei Ambitionen, mir reichen auch sogenannte einfachere Touren, die eingerichtet sind. Mir ist ein sicherer Aufstieg, tolle Aussicht, leckerer Kuchen auf der Hütte und eine nicht zu schwierige Abfahrt wichtig. IMG_2401

So langsam fallen die Temperaturen und es wird wärmer. Meine Skitourenstiefel habe ich jedoch noch nicht in Trailschuhe oder Bergstiefel getauscht. Ein bisschen im Schnee unterwegs sein wünsch ich mir dann doch noch. Mein Mountainbike steht blitzblank geputzt im Keller, immer noch mit defekter Bremse – aber immerhin habe ich bereits ein Teil dafür bestellt.

 

Die Lust auf Radfahren, Trails auf Stollen, Lycrawürstel und Bikeshorts, Kettenschmiere und Radputzen, Training und Rennen fahren wächst. Es fängt an zu jucken – immer mehr, immer spürbarer. Seid drei Jahren sieht nun meine Winterauszeit so aus. Mein Mountainbike steht geputzt für die nächste Saison im Keller und ich durchstreife die Berge zu Fuß. Vielleicht kennt ihr das Gefühl bereits, vielleicht probiert ihr es einfach mal aus, über den Winter ganz anders Sport zu machen. Es tut gut, bereichernd und gibt atemberaubende Erfahrung.

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Sobald die Temperaturen wieder über 10 Grad sind, geh ich auch mal wieder fahren. Denn….. ich könnt ja mal wieder……Wir sehen uns also im Startblock!

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  1. Hach ja, Spinning ist auch wirklich nur was zum testen und dann wieder sein lassen. Aber echt erst ab 10º plus wieder aufs Bike? Da verpasst du den herrlichen Grip gefrorenen Bodens, das glitzern von Reif in den Zweigen… Das wäre wirklich nen Versuch wert.
    Viele Grüße
    Susanne

  2. @Susanne:
    ja mir ist es davor zu kalt und ich habe auf so viele andere Dinge Lust, die es mit den kalten Temperaturen zu machen gibt – laufen, Skitour, rodelln, Gipfel erklimmen. Ich friere so schnell und in anderen Sportarten bleib ich deutlich länger warm

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