Mallorca und März – da dürfen die Worte Grundlagenausdauer und Trainingslager „eigentlich“ nicht fehlen. Unzählige Rennradgruppen werden über die Teerstraßen der Insel fegen. Mein zweiter Besuch auf der beliebten Insel zeigte mir ganz wunderbare Seiten.

Ich habe nun meinen zweiten Urlaub auf Mallorca verbracht. Mein erster war vor gut 3 Jahren mit dem Klassiker auf Rennradpellen, Lycrawürstel und Grundlagenausdauer. Zugeben muss ich, dass ich mit meinem Freund im Herbst auf Mallorca war und „eigentlich“ schon den Plan hatte, auf der Insel Rennrad zu fahren. Doch es kam anders: Die Insel zog mich mit zwei Sportarten in den Bann: Klettern und Traillaufen.

Die Klettersachen hatten wir „eigentlich“ dabei, um mal wieder etwas zum Ausgleich zu klettern. Hatte doch das Mountainbike seit Jahren die Herrschaft der Freizeit übernommen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten zu klettern, ob Klettergarten mit Einseillängen oder Mehrseilllängen. Ob kurz, leicht, mittel oder ganz schwer – hier findet jeder etwas. Wir sind realistisch und nach 2 Jahren Kletterpause suchen wir uns die ganz leichten Routen heraus und entscheiden uns auch gegen Mehrseillängentouren.

Der erste Tag beim klettern zerreißt mich: Die Vertrautheit der sehr engen Kletterschuhe, der Gurt, die Handgriffe, die sitzen – gleichzeitig die Bewegung und Höhe bei klettern. Sicher haben wir jahrelang alles mögliche in diesem Bereich gemacht, aber an einem Bohrhaken zu baumeln war noch nie so meines.

Wir finden unsere Routen recht einfach. Die Routen liegen oft direkt am Meer, teilweise im Schatten, teilweise in der wärmenden Novembersonne.

 

 

Die Aussichten sind toll und ich fühle mich immer wohler beim klettern – obwohl ich mir wünsche, besser klettern zu können.
Hach ja, das waren mal Zeiten. Aber „eigentlich“ bin ich sehr zufrieden wieder etwas anderes sportlich zu erleben und technisch richtig gut wieder anknüpfen zu können. Klettern ist ja nicht nur eine Fortbewegung, sondern erfordert sehr aufmerksames, konzentriertes Sichern des Partners.

 

 

 

Die Laufschuhe hatten wir „eigentlich“ auch primär für Schlechtwettertage mit – ein kleiner Lauf im warmen Herbstregen hat ja schon immer Spaß gemacht.

Pah! Die Sonne strahlt uns die ganze Woche bei über 25 Grad (im November) an. Mit sehr wenig Recherche wird schnell klar – es gibt Trails, Trails, Trails, die nur darauf warten, dass wir mal vorbei schauen.

 

Wir sind in den unterschiedlichsten Himmelsrichtungen von Mallorca unterwegs. Wir erklimmen kleine, große, stille Gipfel, erkunden Trampelpfade, suchen Wege, finden atemberaubende Aussichten und laufen, hüpfe, springen über Stock und Stein. Wir treffen auf Ziegen, Schafe, herumstreunende Pferde, schüchterne Esel und unzählige Steinmanderl.

 

 

 

 

Bei unseren Streifzügen durch die Insel kommt uns immer mehr die Frage, warum man Mallorca primär mit Rennradfahren in Verbindung bringt.

Diese Insel bietet unfassbar viel Natur abseits der klassischen Rennradstrecken, die sich ja eher als Radautobahnen im Frühjahr heraus kristallisieren.

 

Es gibt so viel verschiedene Vegetation und wenig überlaufene Ecken. Klar ist jedoch, dass die Einsamkeit in den Bergen auch voraussetzt, dass man genügend zu Trinken, Essen, erste Hilfe und gegeben falls auch eine Regenjacke mitführt.

 

 

Viele Wege sind stark verwachsen und es Bedarf entweder sehr gute Navigationsfähigkeiten oder / und eine gute App mit GPS.

 

 

 

 

Meine Radklamotten bringe ich unbenutzt zurück. Ich glaube das nächste Mal, lasse ich die gleich daheim. Mallorca ist eine Insel mit vielen Kontrasten, Ausflugszielen und faszinierenden Bergen. Ich bin mir sicher, dass ich hierher zurück kommen werde, es gibt noch viel zu viel zu entdecken.

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