Leah Maunsell (Foto: Patrick Holmes)

Als „irisches Wunderkind“ wird sie bereits gehandelt – Leah Maunsell. Und tatsächlich, die 17-jährige Enduro-Fahrerin kann sich bereits über eine beeindruckende Erfolgsliste freuen, darunter auch Siege in der Damen-Pro-Wertung bei den Gravity Enduro Series und den Irish Nationals. Hinzukommen zahlreiche nationale wie internationale  CrossCountry (XC)-Titel in ihrer Kindheit und Jugend. Rasch hatte man auch bei Kona das enorme Potenzial der Newcomerin erkannt und sie unter Vertrag genommen, wo sie nun als Markenbotschafterin fungiert und gemeinsam mit ihrem Bruder Jonathan Maunsell die irische wie internationale Enduro-Rennszene weiter aufmischen will. Neben dem Support durch so namhafte Marken, bedeutet der ebenso sympathischen wie zielstrebigen Schülerin vor allem auch die Rückendeckung durch ihre Familie viel. So viel Unterstützung Leah von allen Seiten erfährt, so gerne möchte sie der Sportwelt auch etwas zurück geben und  hat somit neben der sportlichen auch eine zwischenmenschliche Vision für sich definiert:  „I would like to not only be remembered for my successes but also as someone who was always positive and helpful to others.”

Leah, wie hast du mit dem Biken begonnen?
In meiner Familie gab es immer schon Räder und ich habe mit dem Radfahren begonnen, kaum dass ich laufen konnte. Wie mein Vater und mein Bruder mit dem Biken anfingen, kam ich auch damit in Kontakt.  Mit 11 bekam ich zu Weihnachten mein erstes richtiges Mountainbike  und von da an haben sie mich einfach zu all ihren Abenteuern mitgenommen! Dann, wie es mit dem Rennenfahren und Gewinnen losging, war es schwer, nicht süchtig danach zu werden. Ich schätze, ich hab einfach ein Wettkampf-Gen in mir.

Was ist für dich das Schönste am Biken, das Besondere im Vergleich zu anderen Sportarten?
Es ist ein extremer Sport, das gefällt mir! Es erlaubt mir, die Welt zu bereisen, wundervolle Leute und unglaublich schöne Orte kennen zu lernen. Ich mag auch, dass die Veranstaltungsorte so unterschiedlich sind; nur weil du letzte Woche die Schnellste warst, heißt das noch lange nicht, dass du es auch diese Woche sein wirst. Es gibt so viele Variablen bei diesem Sport, wie die Höhe, das Wetter, das Terrain, dein Bike Setup und und und…

Was war dein schönstes Bike-Erlebnis? Und dein schlimmstes?
Die schönste Erfahrung war definitiv als die 2015 Enduro World Serie in Irland Station gemacht hat. Es war mein erster World Enduro Event und ich wurde als jüngste Fahrerin mitten hinein in die Tiefen der U21 Frauen-Kategorie geworden. Die Unterstützung, die ich dabei erhielt, war unglaublich. Die irischen Zuschauer sind einfach der Wahnsinn, sie standen in Reihen an den Stages und machten jede Menge Krach mit Kettensägen und Hörnern. Die Krönung war, wie ich mir den Sieg in der U21 Kategorie geholt habe – und mein irischer Kumpel Greg Callaghan dann auch noch seinen ersten EWS-Sieg. Es war fast wie im Märchen!
Und schlechte Erfahrung, hm, ehrlich gesagt, hatte ich da auf dem Bike noch nicht so viele. Wenn man schwer stürzt ist das nie gut. Aber ich bin immer ziemlich gut davon gekommen und hatte bisher nur einen gebrochenen Knochen.

Wie ging das mit dem Rennenfahren eigentlich los?
Ich war 11. Mein Vater und mein Bruder sind damals beide Cross Country Rennen gefahren – und ich bin dann auch mit meinem neuen Hardtail bei einigen regionalen XC-Rennen an den Start gegangen. Nachdem ich mich ans Rennenfahren gewöhnt und so richtig Spaß daran gefunden hatte, wagte ich den Sprung zu nationalen Rennen. Da war ich richtig erfolgreich und konnte gleich die U12/14-Kategorie gewinnen. Nach diesem Erfolg tauschte ich mein Hardtail gegen ein leichtes Racefully. Und wie ich dann mit 14 Jahren alt genug für Enduro-Rennen war, hab ich auch das ausprobiert, da mein Bruder schon länger in dieser Disziplin unterwegs war. Mein erstes Enduro-Rennen fuhr ich mit meinem XC-Racefully! Ich war gleich so begeistert, dass ich den Rest der Saison – zwischen den XC-Rennen – noch bei so vielen Enduro-Rennen wie möglich an den Start gegangen bin. Im Jahr drauf bekam ich dann mein erstes richtiges Enduro-Bike, ein Kona Process 134DL – und da bin ich heute nun.

(Fotos: privat / Dermott Sweeney)

Wie haben deine Eltern reagiert, als ihnen klar wurde, dass sich Mountainbiken für dich in mehr als ein “normales Hobby” verwandelte? Und wie gehen sie heute damit um?
Ich glaube, am Anfang haben sie gar nicht so mitbekommen, wie schnell sich das verändert hat. Aber meine Eltern freuen sich für mich. Mein Vater und mein Bruder sind ja immer mit dabei – es ist also so etwas wie ein Familien-Trend. Meine Mutter hat ein persönliches Code-Wort, das sie benutzt, wenn wir zum Biken gehen. Sie sagt „Viel Spaß“ (mit knirschenden Zähnen) – was so viel heißt, wie: „Passt gut auf euch auf“.

Warum hast du dich entschieden, dich weitgehend auf Enduro zu fokussieren?
Etwa zwei Jahre lang habe ich versucht, Cross Country- und Enduro-Rennen parallel zu fahren, bevor ich dann die Entscheidung traf, mich ganz auf Enduro zu konzentrieren. Für mich ist „Enduro“ genau das, was ich mit meinem Freuden schon immer gemacht habe, nämlich bergauf entspannt zu ratschen und sich dann bergab zu battlen. Ich gebe zu, Enduro klang auch echt verlockend: Runter mit und rauf ohne Zeitmessung! Mir gefällt die Idee, einen ganzen Tag rennmäßig unterwegs zu sein. Das eigentliche Rennen verteilt sich dann über eine Serie an speziellen „Stages“, du musst also beständig und beharrlich sein, um bis zum Ende dran zu bleiben. Ich mag diese „Extra-Challenge“!

Wie unterschiedlich sind die beiden Rennformate (XC und Enduro) in ihren Anforderungen an (deine) Fähigkeiten und Fertigkeiten?
Beim XC waren die Abfahrten immer meine Stärke; je krasser der Trail, umso besser. Offensichtlich, dass das wichtig fürs Enduro-Fahren ist.  Aber, – auch, wenn das die Leute manchmal nicht glauben – auch Enduro geht nicht ohne eine gewisse Fitness.  Die Stages können lang und körperlich fordernd sein und die Transferpassagen bestehen oft aus langen, harten Anstiegen – von daher muss man hier wirklich stark und fit sein, um im Rennen vorne mitfahren zu können. Vor allem eine gute Rumpfstabilität ist für mich wichtig, um auf den langen Abfahrten nicht mit den Armen ins Pumpen zu kommen.

Du bist ja noch sehr jung. Wie ist deine Einstellung zum Rennenfahren: geht’s dir um den Spaß, ums Ausprobieren, Party machen – oder treibt dich der Ehrgeiz, der Wille zu siegen?
Der Wunsch zu siegen ist schon eine große Sache für mich, wie die meisten Leute verliere ich nicht gerne! Obwohl ich mir gerne glaubhaft machen würde, dass ich allein durch „Playing and having fun“ erfolgreich sein konnte, muss ich auch hart trainieren. Ich glaube aber, das Training zwischendurch mal mit einen Tag, an dem du einfach nur mit dem Rad spielst und Spaß mit deinem Freunden hast, zu durchbrechen, ist wichtig. Die Winterabende auf dem Home Trainer zu verbringen, macht nicht unbedingt so viel Spaß und manchmal ist es echt hart, sich dafür zu motivieren – aber für das, was man dadurch erreicht,  ist es das wert.

Dann fußt dein Wahnsinnserfolg also vor allem auf hartem Training – oder spielen andere Faktoren, wie z.B. Talent, auch eine Rolle?
Ich glaube, was die meisten Leute nicht realisieren, ist, welch große Rolle die mentalen Seite beim Rennenfahren spielt. Ich habe hart daran gearbeitet, mich wirklich aufs Rennen zu konzentrieren. Wenn Renntag ein Problem auftritt, kann ich meist damit umgehen, ruhig bleiben und den Fokus nicht verlieren. Ich denke, das könnte auch daher kommen, weil ich schon so früh mit dem Rennenfahren angefangen habe. Ich habe bereit an so vielen Rennen teilgenommen und das Rennenfahren stresst mich nicht mehr so wie am Anfang. Das ist eine wichtige Fähigkeit; besonders wenn man bei Matsch und Regen fährt und die Dinge nicht so ganz nach Plan laufen, dann brauchst du mentale UND körperliche Stärke, um bis zum Ende alles geben zu können.

Verlief deine Erfolgslinie immer steil nach oben oder gab‘s auch Rückschläge und Phasen / Momente des Frusts und der Selbstzweifel?
Glücklicherweise hatte ich bisher eine ziemlich gute Rennkarriere. Ich hatte noch nie einen mechanischen Defekt, der mich ein Rennen gekostet hat, ich konnte bisher immer alle Schäden beheben und das Rennen beenden. Zudem hatte ich bisher kaum Verletzungen, die mich vom Rennenfahren und Trainieren abgehalten hätten. Ja, ich denke, es war eine ziemlich gerade Erfolgslinie; ich würde jetzt nicht gerade sagen, es war ein Kinderspiel, aber es lief doch alles ziemlich glatt.

Du wirst bereits als “Enduro-Wunderkind” gehandelt. Wie gehst du mit (solchen) Erwartungen und Erfolgsdruck (seitens deiner Sponsoren, Fans, der Öffentlichkeit aber auch von dir selbst) um?
Zum Glück hat Kona sehr viel Verständnis dafür, dass ich ja immer noch “Vollzeit-Schülerin” bin und sie haben mir nicht auferlegt, die gesamte Enduro World Serie zu fahren. Sie verstehen, wie viel Aufwand so ein Schultag und das Lernen mit sich bringen.
Auch meine Eltern setzen mich gar nicht unter Druck – sie unterstützen meine Entscheidung und meine Hingabe an den Rennsport aus vollem Herzen, aber sie haben mir auch die Wichtigkeit einer guten Ausbildung eingeimpft.  Sie glauben daran, dass Sport und Ausbildung miteinander vereinbar sind.
Für mich ist es toll, so viel Zuspruch den Rennen zu erleben. Wenn ich in Irland ein Rennen fahre, besonders bei der EWS, unterstützen und spornen mich die Zuschauer wirklich unglaublich an. Von daher fühle ich auch hier keinen Leistungsdruck – ich sehe es mehr als „Push“, der mir hilft, erfolgreich zu sein. Ich erlebe all diese Leute, die an mich glauben und mir das Beste wünsche – und sehe sie als „treibende Kraft“ an, die mich das kleine Extra-Stückchen weiter treibt, wenn ich anfange, müde zu werden.
Den größten Leistungsdruck mache ich mir selbst – ich bin wirklich ehrgeizig und mag es nicht, unter meinem Level zu fahren oder gar zu verlieren!  Wenn es mal nicht so gut lief, schaue ich zurück und versuche, herauszufinden, warum. Manchmal muss ich mich selbst daran erinnern, dass ich erst 17 bin und noch viel Zeit habe, mich zu verbessern, und dass ich mitten auf dem Weg bin.


Welche Türen hat der Bikesport dir geöffnet – und welche ggf. auch geschlossen?

Mountainbiken hat mir die Möglichkeit eröffnet, zu reisen – nicht nur innerhalb Irlands, sondern auch darüber hinaus. Ich war an unglaublichen Orten, von denen andere Teenager in meinem Alter nur träumen können. Ich lerne jede Menge interessanter Menschen kennen und treffe sogar meine Idole. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung von Tracey Moseley. Ich habe so viel durch den Sport gelernt und das Größte ist für mich, zu erleben, wie aufrichtig wichtig es ihr ist, dem Sport auch etwas zurückzugeben. Sie stand mir helfend zur Seite und gab mir viele tolle Tipps. Mir geht’s darum, beim Rennenfahren so viel Spaß wie möglich zu haben. Aber ich möchte nicht nur für meine Erfolge erinnert werden, sondern als jemand, der immer positiv war und hilfreich für andere  – genau wie Tracey. Das ist mir wichtig.
Früher, als „Youngster“, hab ich oft Gaelic Games (Hurling und Fußball) gespielt und ich war ein vielversprechender Spieler – aber irgendwann musste ich eine Entscheidung zwischen den beiden Sportarten treffen, denn erfolgreich in beiden zu sein, das ging nicht. Ich habe wirklich gerne im Team gespielt, aber ich hatte nicht die Zeit, mich voll dafür zu engagieren, daher fiel die Wahl aufs Mountainbiken. Eine ähnliche Entscheidung ist es, wenn es ums Feiern geht. Du kannst nicht beides tun, und Partymachen hat für mich keine Priorität. Ich weiß, wenn du bis zwei Uhr nachts feierst, ist es unmöglich an nächsten Tag richtig zu trainieren oder gar ein Rennen zu fahren. Ich muss wählen – aber das macht mir nichts aus, denn ich erinnere mich viel lieber an ein erfolgreiches Rennwochenende in Italien als an eine Partynacht bei uns im Ort

Wie kam es, dass dich so große Marken wie Kona Bikes, Crankbrothers, etc. sponsern? Und was hat sich dadurch für dich verändert? Wäre es überhaupt möglich ohne diesen Support  auf solch hohem Level Rennen zu fahren?
Am Anfang hatte ich das große Glück, von unserem lokalen Bikeshop „MBW Bike“, mit dem ich noch heute zusammenarbeite, unterstützt zu werden. Garry Davoren von MBW half mir dann, über seinen Shop ins Kona Grassroots Enduro Programm zu kommen. Er stellte den Kontakt zwischen mir und Kona her und legte die Basis für die enge Beziehung zu Kona heute. Von Anfang an hatte ich auch Unterstützung durch Dare2B Cloting. Der Kontakt kam über einen lokalen Vertreter zustande und sie waren gleich bereit, mich zu unterstützen. Ich kann diesen beiden nicht genug für ihre Hilfe, meine „Bikekarriere“ zum Laufen zu bringen,  danken. Danach nahm alles enorm an Fahrt auf; internationale Events erfahren massive Aufmerksamkeit und Podium-Bilder von dir auf einem solchen Event sprechen für sich selbst. Allerdings – heutzutage ist die Markenbotschafter-Seite eines Sponsorings fast noch wichtiger. Sponsoren suchen immer nach jemandem, der ihrer Marke auf die bestmögliche Art und Weise ein Gesicht verleiht, und dafür ausgewählt zu werden, ist ein großartiger Start!
Tollerweise, konnte ich noch weitere Sponsoren-Beziehung knüpfen, wie etwa „Extra UK for Crankbrothers“ für die Enduro World Series und British Enduro Series.
Ohne die Unterstützung meiner Sponsoren – Kona Bikes, Dare2B Clothing, G-Form Protection, Crankbrothers, C-Bear Ceramic Cearings, MBW Bike Shop und Extra UK – wären Training und Rennenfahren so viel schwieriger und meine Möglichkeiten, ins Ausland zu reisen, wesentlich eingeschränkter.

Wie viel Support erfahren junge Bike-Talente in Irland von öffentlicher Seite? Oder basiert alles rein auf privater Initiative?
Cycling Ireland (der offizielle irische Radsportverband) hat dieses Jahr ein Enduro Test-Event angekündigt und zudem verkündet, dass Enduro 2018 als offizielle Sportart anerkannt werden soll. Hoffentlich resultiert das darin, dass wir in der Zukunft auch öffentliche Gelder erhalten. Derzeit basiert alles noch auf der Finanzierung durch meine Eltern und Sponsoren.

Welche Art von Unterstützung ist dir persönlich am wichtigsten?
Die durch meine Familie. Ohne den Support meiner Eltern und Brüder von Anfang an wäre ich nicht weit gekommen. Sie unterstützen meine Entscheidung, Rennen zu fahren, haben mich  immer zu all den Rennen gefahren und waren immer da für mich – in guten wie in schlechten Zeiten. Ohne sie wäre das alles nicht möglich.

Wie sieht das heute aus: Wer begleitet dich zu Rennen und auf Reisen?
Immer noch entweder mein Vater oder mein Bruder Jonathan, oder beide.  Es ist irre wichtig für mich, auf den Rennen Support zu haben, und wer immer dabei ist, ist zugleich Mechaniker, Coach, Mentor, Chef – einfach alles. Das erlaubt es mir, mich rein aufs Rennen zu konzentrieren.

(Fotos: Patrick Holmes )

Erzähl mal, wie schauen deine Home Trails aus? Bieten sie dir alles, was du fürs Trainings brauchst, oder musst du dafür oft und weit reisen?
Meine Home Trails liegen in Ballyhoura (Süd-Irland). Es gibt dort über 90km Singletrails, die sind super für lange Ausdauer-Einheiten. Wir haben auch ein paar Enduro-Trails fürs Technik-Training, die von unseren örtlichen Vereinsmitgliedern gebaut und gepflegt werden. Dennoch verbringe ich auch viel Zeit damit, durchs Land zu reisen, um unbekannte Trails mit guten lokalen Fahrer zu befahren, denn das finde ich perfekt, um meine Fahrkünste weiter zu verbessern.

Bei Irland denken die meisten von uns wohl an nasskaltes Regenwetter – Klischee oder Wahrheit? Wie sehr hat das deinen Fahrstil, dein Fahrkönnen oder deine Vorlieben geprägt?
Es regnet hier tatsächlich sehr oft, aber du lernst einfach, dein Bike und deine Bekleidung den Bedingungen anzupassen. Ich mags sogar recht gerne, bei nassen Bedingungen unterwegs zu sein. Ich mag es, mit dem Bike ein wenig ins Schwimmen zu kommen und bin es definitiv gewohnt, irgendwo hinab zu rutschen. Ich denke, das hilft mir, mich sicher auf meinem Bike zu fühlen und wenn es ein wenig von der Spur abkommt, hab ich kein Problem damit, dagegen zu halten.  Aber ich gebe zu: Wenn es lange Zeit heftig regnet, ist es manchmal hart, die Motivation zu finden, überhaupt raus zu gehen.  Und ich verbringe viel Zeit damit, den Matsch von Bike und aus meinen Dare2be Klamotten nach Ausfahrten wieder ab bzw. raus zu waschen.

Du gehst noch zur Schule. Wie sehr steht das im Konflikt mit deinem Leben als Racerin? Wie findest du genug Zeit für Training, Reisen, Rennenfahren?  Und wie viel Sympathie dafür schlägt dir seitens der Schulleitung, Lehrern und Mitschülern entgegen? Nun, ich habe gerade herausgefunden, dass der irische Termin der Enduro World Serie mitten in meine Sommer-Prüfungsphase fällt. Das wird schwierig für mich, denn in der Zeit ist sehr viel los und ich werde auch einiges vom Unterricht verpassen. Meine Schulleitung hat aber großes Verständnis und zugestimmt, dass ich die Prüfungen zu einer anderen Zeit schreiben kann. Grundsätzlich unterstützt die Schule alle Schüler, die sich sportlich engagieren, sehr.  Und meine Freunde: einige denken sicherlich, ich bin nicht ganz richtig im Kopf, wenn sie Video von mir auf dem Bike sehen!

Was ist dein persönliches Ziel für die laufende Saison?
Die Enduro World Series kommt zum dritten Mal in Folge nach Irland. Zwei Siege (2015 und 2016) habe ich bereits in der Tasche, von daher träume ich davon, dass mir der Hattrick gelingt! Ich werde zwischen der Schule auch noch an zwei anderen europäischen Terminen teilnehmen und hoffe, mich in der Gesamt-Serie gut zu positionieren.
Dann reise ich im August als Markenbotschafterin für Kona Bikes zum Kona Rookie Camp nach Serfaus-Fiss-Ladies in Österreich.
Und ich werde an alle Irischen Enduro Events und sogar ein paar Downhill Rennen zuhause und im Ausland teilnehmen und hoffe, hier meinen irischen Meistertitel zu verteidigen.

Abgesehen vom Biken, was tust du sonst noch gerne?
Nun, unter der Woche bin ich jeden Tag in der Schule und stehe früh auf, um es davon noch ins Fitness-Studio zu schaffen. Zudem lerne zurzeit noch  Autofahren. Abgesehen davon, scrolle ich ständig durch Instagram und schaue Videos auf Pinkbike! Und als typischer Teenager  gehe ich auch gerne Shoppen und schau mir im Fernsehen Girly-Serien an!

Welchen Rat möchtest du anderen Bikerinnen noch mit auf den Weg geben?
E
ine Sache, die ich über die Jahre gelernt habe, ist keine Angst davor zu haben,mit den Jungs zum Biken zu gehen. Mit Leuten zu fahren, die schneller als du sind, kann dich nur voran bringen und hilft dir, dich zu verbessern.

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