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Saulecker und einfach. Und das Beste, ich weiß ganz genau was drin ist und bestimme damit selbst was in meinen Körper kommt!

Bei dem Thema Ernährung bin ich doch ein bisschen eigen, öko, bewusst. Für mich aber alles im positiven Sinne. Mein Grundsatz ist zunächst einfach mal: „Beim Essen spar ich nicht“.

Ich schaue in erster Linie, dass ich frische, unverarbeitete Produkte (Gemüse, Obst, Fleisch, Wurst, Öle, Nudeln, Saaten, Mehle, Flocken, Milchprodukte (Butter, Käse, Quark und Milch…) möglichst regional und direkt bei den Erzeugern besorge. Wenn das nicht immer so gut möglich ist versuche ich auf Bioprodukte zurückzugreifen und schaue auch da auf die Herkunft. Insgesamt bin ich aber auch nicht zu streng, irgendwie muss das alles in einer gewissen Balance stehen und das Verhältnis muss vorallem für einen selbst stimmig sein. Ich bin jedoch der Meinung das viele Menschen viel zu wenig darüber nachdenken was sie ihrem Körper, ihrem Motor da eigentlich zuführen. Wir haben meist einfach nur die Erwartung an ihn, dass er funktioniert und seinen Job bitte ohne Beschwerden im Hintergrund abspult. „Man ist was man isst“ – davon bin ich überzeugt, denn wenn der Körper gesund funktionieren soll, dann benötigt er auch hochwertigen Sprit und kein billigen Fusel. Da finde ich es immer wieder erschreckend wenn man aus Zeitgründen oder ich gebs zu, ganz einfach auch aus Faulheit doch mal ein weiter verarbeitetes Produkt besorgt und dann auch noch den Fehler macht sich die Zutatenliste näher anzuschauen.

So hab ich letztens blauäugig ins Ladenregal nach Müsliriegeln und Fruchtriegeln gegriffen, die sind immer gut für zwischendurch, vorallem stecke ich mir immer welche als kleinen Notvorrat in den Bikerucksack. Ich gebe zu ich habe mich verleiten lassen, von der Werbung, der stylischen, biohippster Verpackung, der Musik im Hintergrund – was auch immer da für Trümpfe ausgespielt werden um die Kauffreude der Konsumenten anzukurbeln…

Ohne zu wissen was ich da eigentlich genau mit nach Hause nehme habe ich zugeschlagen. Zu Hause der Blick auf die Zusammensetzung und ohne Musik und verführerischen Sonderpreis wird mir auch wieder klar: in diesen industriell hergestellten Müsliriegeln finden sich oft Zutaten, die eigentlich gar nicht in einem Snack, der als gesund gilt, sein sollten. Vor allem der Zuckeranteil in den Markenprodukten ist erschreckend – manche Müsliriegel enthalten bis zu 50 Prozent Süßungsmittel, während die gesunden Anteile – wie bspw. Getreide und Nüsse – viel zu kurz kommen. Wer also seine Müsliriegel im Laden kauft, muss diese wie eine Süßigkeit und vor allem Kalorienbombe betrachten.

Wieso nicht selber machen?

Ich backe unser Brot selbst, mache meine Müslimischungen selbst, mache Joghurt, wecke Obst und Gemüse ein, aber auf den Gedanken meine Riegel selbst zu machen kam ich noch nicht. Und wenn man sich mal bissel umschaut gibt es für uns Biker Rezeptideen nach jedem Geschmack und für jeden Einsatz. Vom Eiweißriegel über Getreide-Nuss und Schockovarainten hinzu Power-Fruchtschnitten die man auch bei Rennen einsetzen kann.

Also nix wie los. Ran an den Herd und ausprobieren!

Ich habe mir aus verschiedenen Rezeptideen nach meinem Geschmack diesen Riegel zusammengestellt und bin begeistert über meine ersten Versuche. Saulecker und einfach. Und das Beste, ich weiß ganz genau was drin ist und bestimme damit selbst was in meinen Körper kommt!

Tami-Powerriegel:

(wie ich finde besonders geeignet für lange Belastungen / Touren / Mittagesseneratz bei der Arbeit, wenn die Zeit knapp ist):

Zutaten:

*150g Haferflocken

*150g Dinkelmehl

*60g geschmolzene Butter / oder ein hochwertiges Öl (ich habe Kokosöl genommen)

*80ml Wasser

*80-100g Dattelsirup (nicht wundern, macht die Masse sehr dunkel)

*80g Kokosraspeln

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…alles gut zusammen vermengen

*40g Mandelmus

*ein paar Esslöffeln verschiedene Körner (Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne…)

*ein Esslöffel Zimt

*100-120g getrocknete Kirschen (oder nach eigenem Gusto, kleingehackte Feigen, Aprikosen…)

 

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zum Schluss nochmal ein paar Körner drüberstreuen…

Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Bachblech verstreichen und nochmal ein paar Körner drüberstreuen. 12-15 Minuten lang bei 200 Grad im Ofen / Umluft backen. Die Riegel nicht länger backen – das ist mir beim ersten Mal passiert, siehe Foto oben 😉 waren für meinen Geschmack etwas zu knusprig. Die Masse sollte beim aus dem Ofen holen also noch etwas weich sein. Anschließend in Riegelform schneiden und genießen!

Zur Haltbarkeit: sie haben gut eine Woche gehalten (dann waren sie weg 😉

Ich lagere den Riegelvorrat im Kühlschrank, leicht in Backpapier eingeschlagen, in einer Box. Wer sie vollstädig ausgehärtet mag lagert sie einer Plätzchendose an einem normaltemperierten, trockenen Ort.

Viel Spaß beim Nachmachen!

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