Spinning

Bild: Susanne Richter / pixelio.de

Ich muss einen Vogel haben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich mir anschau wie auf meinem Laptop irgendwelche Rennradfahrer „vor mir herfahren“, wobei der Trottel der gefilmt hat, die Kamera auf Arschhöhenperspektive montiert hatte… aaaaahhhh!!! Ich will das – nein ich MUSS das aber anschauen. Was tut man nicht, um bei diesen eisigen Außentemperaturen nicht völlig unfit zu werden?! Drum war ich z.B. im Fitnessstudio und hab beim Spinning mitgemacht. Das ist im Prinzip ne gute Sache. Daheim schwitzt nämlich keiner vorne was vor und macht Ansagen, keiner spornt mich an. Ich brauch folglich dieses Video! Aber jetzt mal eins nach dem anderen:

Ich und Fitnessbude? Ja sagen wir mal, es hat sich so ergeben. Ich hab einen vierwöchigen Testlauf in einem Studio in der Nähe geschenkt bekommen. Und wie ich eben bin, ist mein Gedanke: ich muss das nutzen, und zwar richtig. Hab mich also auf 8 Geräte einweisen lassen, ein schöner spezifischer Mix für Radsport: Beine natürlich, Schultern-Arme, irgendwas Knie-stabilisierendes, was für den Rücken, und was für die Bauchmuskeln. Sehr kurzweilig vergeht da ein halber Vormittag, wenn ich mich erst aufwärme auf einem Crosstrainer (Komisches Ding) und dann meine 3 x 20 Wiederholungen Gerät für Gerät abarbeite. Aber irgendwie cool ist es doch, ich hab’s ja durchaus gern wenn ich mich fit fühle, und hasse es wenn nicht. Tja und dann hab ich entdeckt: Freitag morgen gibt’s Spinning. Auf blöd hab ich mich eingetragen. Neugier, die stärkste meiner Triebfedern, hat wieder zugeschlagen.

Abends hab ich noch die Klickschuhe (aus meiner Rennradphase) exhumiert, abgestaubt und in die Tasche gepackt. Heute um 10:35 ging es los. Vorher noch alle Geräte durchgeturnt die meine Beine in Ruhe lassen.

Nun saß ich auf nem Spinningbike. Einklicken, Loskurbeln, leichter Widerstand, flotte Geschwindigkeit. Dann mehr Widerstand, genauso flotte Drehzahl. Dann noch viel mehr Widerstand, stehend treten, mit Körpereinsatz und ohne; NOCH MEHR Widerstand UND Intervalle, und weniger Widerstand und ne saublöde Haltung, und schon wieder stehend treten in einem Affentempo, zefix so fahr ich nie… (merkt man eigentlich, dass Spinning und ich vermutlich keine richtigen Freunde werden?)

Das ging so in der Tour durch, ne komplette Stunde Vollgas. Der Schweiß fließt hierbei in recht großzügiger Menge, und irgendwie holt man doch ständig noch mal ein Päckchen mehr Energie aus sich raus. Das ist ernsthaft geil, die Haxen arbeiten wie die Kolbenstangen eines Motors – also DAS taugt mir. Vielleicht freunde ich mich zumindest für den Winter mit dieser Trainingsform an.

Inspirierend war das ja schon. Und damit ich zuhause jetzt auch ein bissl schärfer auf meinem Zimmerfahrrad trainiere, habe ich nach „Spinning“ auf Youtube geguckt. Erste Suchergebnisse waren so ernüchternd wie öde: So geölten Thusneldas beim Spinning zugucken und dazu läuft furchtbar schlechte Musik – das braucht kein Mensch, hab ich gedacht (oder etwa doch?) und weitergesucht bis ich sozusagen in Mallorca gelandet bin, wo Rennradler motivierend zwischen Palmen und Felsen vor einem herfahren. Immerhin wenigstens mit neutraler Elektro-Mucke unterlegt. Tja, und jetzt wird mein Eiswetter-Winter-Rad-Training so aussehen, dass ich mir zu Soft-Techno die „Rückseiten“ von Rennradlern anschau. Na servus. Aber vielleicht überhol ich ja mal einen. 😉 Übrigens: zum Spinning im Studio hab ich mich auch nochmal eingetragen.

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